Die gebührenFRei-Kampagne empfängt die Landesregierung und ihre Gäste


Freiburg, den 09. Januar 2009

Zum Neujahrsempfang der Landesregierung Baden-Württembergs wurde den über 2000 geladenen Gästen ein gebührender Empfang in gelb geboten.
VertreterInnen der gebührenFRei-Kampagne begrüßten am Eingang des Konzerthauses die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Menschenspruchband „gebührenFReie Bildung“. In ihren gelben T-Shirts waren Studierende aller Freiburger Hochschulen der Blickfang für die einrollenden Limousinen.



Mehrmals wurde laut und öffentlich ein offener Brief an Minister Frankenberg verlesen, welcher sich dem Gespräch mit den Studierenden aber nicht stellte: Sein Stuhl in der aufgebauten Sitzrunde blieb bis zum Ende leer.

 

Wir fordern die sofortige Abschaffung von Studiengebühren,“ ließ u-asta Vorstand Albrecht Vorster von der Universität Freiburg verlauten, „und rufen die Landesregierung dazu auf, sich mit uns an einen Tisch zu setzen und sich der Realität zu stellen.“

 

Der offene Brief stellt Fragen und Forderungen an die Bildungspolitik der Landesregierung: So sind die Brutto-Ausgaben für Hochschulbildung in Baden-Württemberg von 1997 bis 2014 auf den Stand von 1996 eingefroren. Während durch Inflation und weitere Sparmaßnahmen bei den Hochschulen die Gelder knapp werden, füllt man notdürftig die Finanzlöcher mit den Mitteln der Studierenden.

Die auf diese Weise eingeführten Studiengebühren sind für den Großteil der Studierenden nicht tragbar. Ministerpräsident Günther Oettinger, der sich der Wirkung der gelben Masse nicht entziehen konnte, kommentierte die aktuelle Lage der Studierenden mit den Worten: „Sie können auch in Gießen studieren.“ Gießen liegt in Hessen, wo Studiengebühren mittlerweile wieder abgeschafft worden sind.

 

Im Zuge des Gespräches sicherte Oettinger zu, dass er Anfang diesen Jahres ein persönliches Gespräch mit VertreterInnen der Freiburger Studierenden führen wird. Neben dem Ministerpräsidenten erhielten direkt am Einlass weitere 500 geladene Gäste den offenen Brief. Tom Peters, AStA-Vorsitzender der PH Freiburg, äußerte sich „Ziel der Veranstaltung war es, Bildung an diesem Abend zum Thema zu machen, und es ist uns gelungen.“

 

 

Der AK Presse der gebührenFRei-Kampagne

 

 

Für Rückfragen und O-Töne stehen Ihnen Tom Peters und Jannis Seyfried telefonisch unter 0761/203-2033 oder 0761/682-370 oder aber per Email unter presse@gebuehrenfreiburg.de gerne zur Verfügung.

 

Siehe auch

 
 
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