Flut von Härtefallanträgen überschwemmt die EH Freiburg


Freiburg, den 16. Januar 2009

„Studiengebühren wollen, können und werden wir nicht zahlen“ meint Martin Sprenz, Religionspädagoge vom Arbeitskreis Studiengebühren. Der Unmut über die unzureichenden Reformen an der EH ist ungebrochen. Über ein Drittel der gebührenpflichtigen Studierenden stellten heute einen Härtefallantrag.



Angestoßen von der gebührenFRei-Kampagne läuft an drei der fünf großen Hochschulen Freiburgs wieder ein Studiengebühren-Boykott. Nimmt man alle drei Quoren zusammen, dann sollen ab Mitte Februar mindestens 5000 Freiburger die Zahlung der 500-Euro-Maut verweigern.
Jetzt schon rollt die so genannte Antragsflut heran:

Heute erreichte ein riesiger Stapel von Härtefallanträgen die neu gegründete
Studiengebührenkommission der Evangelischen Hochschule Freiburg (EH):
Weit mehr als ein Drittel der gebührenpflichtigen Studierenden macht von ihrem Antragsrecht Gebrauch.

 

In Folge des letztjährigen Boykotts, wurde eine Reform der Gebührensatzung eingeleitet.

Dabei ging die evangelische Landeskirche Baden sparsam mit ihrer Nächstenliebe um und reduzierte sie strikt auf 15%“ erläutert Tom Peters vom AK Presse der gebührenFRei-Kampagne.

Ungeachtet der Situation der Studierenden, sollen also maximal 15% von ihnen von Studiengebühren befreit werden.

 

„Die strikte Deckelung von Gebührenbefreiungen widerspricht - wie auch
die Gebühren selbst - den Prinzipien von sozialer Gerechtigkeit und
christlicher Nächstenliebe" beschwert sich eine aufgebrachte
Studentin. „Der Härtefallantrag bleibt für viele Studierende der
letztmögliche Ausweg aus ihrer finanziellen Misslage", berichtete
Sebastian Holle, Sprecher der Erstsemester an der EH. Deswegen bedeutet ein Härtefallantrag nicht nur offenen Protest, sondern zeigt vor allem die prekäre Lage der Studierenden.

 

Martin Sprenz vom Arbeitskreis Studiengebühren äußert
sich kämpferisch: „Die Studierenden an der EH sind eine Protest-
erprobte und eingeschworene Gemeinschaft. Wir werden uns mit den
Reformen bei weitem nicht zufrieden geben."

 

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Für Rückfragen und O-Töne stehen Ihnen Tom Peters und Sebastian Holle telefonisch unter 0761/682-370 bzw. 0761/4799301 oder aber per Email unter presse@gebuehrenfreiburg.de gerne zur Verfügung.

 
 
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