Argumente gegen Studiengebühren

500 € für ein besseres Studium...

so lautet die Botschaft auf dem Informationsfaltblatt des Wissenschaftsministeriums. Weiter heißt es darin:

"Die Einnahmen aus den Studiengebühren werden zur Verbesserung der Qualität des Lehrangebotes eingesetzt"
Leider hat es schon bei der Einführung der Gebühren die "Verbesserung" nicht ins Gesetz geschafft. In §4 LHGebG steht lediglich geschrieben:
"Die Gebühren stehen jeder Hochschule [...] zweckgebunden für die Erfüllung ihrer Aufgaben in Studium und Lehre zur Verfügung"

Nach drei Semestern Studiengebühren zeigt sich, dass es nicht wirklich eine Qualitätsverbesserung gegeben hat, sondern dass mit Studiengebühren der Rückzug der Landesregierung aus der Hochschulfinanzierung subventioniert wird. Die Motivation Studiengebühren einzuführen scheint also nicht die Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen zu sein, sondern eine Umverteilung der Bildungskosten auf private Schultern. Langfristig werden so immer höhere Gebühren den immer weiter fortschreitenden Rückzug des Landes aus seiner Bildungsverantwortung ausgleichen müssen. In England beispielsweise verdoppelten sich die Gebühren binnen drei Jahren.


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